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Referenten

Trendanalyse: Wann kippt der
„Alles-ist-machbar-Mythos“ in der Online-Welt ?


10.10 Uhr bis 10.35 Uhr


Die Vortrags-Details als Chart finden Sie hier.


Dr. Joachim H. Bürger ist nicht nur der Initiator des Urban-Lifestyle-Meeting, sondern auch Gewinner des Handelsinnovationspreises 2011 für sein Filialkonzept ZiC´nZaC Stoffe.Schneidern.Nähcafé.

Er hat nach einem Studium der Kommunikationswissenschaften 30 Jahre lang als Marketing- und PR-Consultant global agierende Unternehmen (Goodyear, TOYOTA ff.) beraten und 1999 den Word-Pro-Award als welthöchste Auszeichnung für professionelle Verkaufsförderung in Chicago erhalten.

Sein Fachwissen hat er in achtzehn Fachbüchern „konserviert“. 2010 hat der Referent „im Rentenalter“ mit dem erfolgreichen Einzelhandels- start den Grundstein für einen langgehegten Wunsch gelegt - der Aufbau eines Filialsystems in einer Marktnische,die von den großen Filialisten „übersehen“ wurde.

Inhalt des Referates:

Eine Online-Blase haben wir ja bereits erlebt. Im März 2000 brachen reihenweise die völlig überbewerteten Dotcom-Unternehmen in sich zusammen. Vier Jahre danach startete die nächste Rallye. Jede noch so kuriose Online-Idee wird nunmehr gepusht: Hauptsache, es steht „Internet“ drauf. „Gier frisst Hirn“ nennen gestandene Börsianer so ein Verhalten.

Fakt heute: Dauerverluste bei den ganz Großen. Dazu Rücknahme-Problematik („Zalando-Parties“), Dumping-Preise, vagabundierende Kunden. Alte Kaufmannsregel wie „Wer nichts mehr weiß, geht über den Preis“ oder das Wissen „Rabatt geht vom Gewinn ab und nicht vom Umsatz“ werden in der schönen neuen Welt gröblichst missachtet.

Sieben Jahre braucht ein Online-Anbieter, den „break-even“ zu er- reichen – falls überhaupt. Der stationäre Handel schafft das in zwei Jahren. Also: Keine Angst vor Morgen, meint der Referent. Glaub- würdigkeit erhält sein Vortrag dadurch, dass Bürger vormacht, wie der Einzelhandel vor Ort erfolgreich ist. Mit jährlichen Umsatzsteigerungen von 25% und mit einem guten Blick hinter die „Scheinwelt“ des Online-Business, räumt er auf mit dem „Alles- ist-machbar-Mythos“. Lernen kann man seiner Ansicht nach aus alten Indianer-Weisheiten:

„Wo Wasser war, fließt auch wieder Wasser hin“.

Was ist falsch an der Vision vom gläsernen Kunden ?



10.35 Uhr bis 11.00 Uhr



Die Vortrags-Details als Chart finden Sie
hier.


Rudolf F. Thomas
studierte in Dortmund Ökonomie (Schwerpunkt Marketing und Werbung), zusätzlich dialektische Rhetorik in Hagen. Mit Firmengründer Rudolf F. Thomas ist vor nunmehr 23 Jahren ein Vollblutjournalist, der als Chefredakteur u. a. das Marketing-Magazin "acquisa" entwickelte, ins Beratungsgeschäft für Kommunikation und Medien eingestiegen.

Mehr als 40 Jahre Erfahrung in Radio, TV und Printmedien prägen seinen stark praxisorientierten Hintergrund. Thomas sorgte mit seinem Buch „Chefsache Mobbing“ 1993 mit Mobbing für einen neuen Begriff im Deutschen Sprachgebrauch. Er zählt auch zu den Pionieren des Telefonmarketing und des Customer Relationship Managements, was er sowohl mit seinem Buch „Durchwahl zum Erfolg“ als auch mit zahlreichen Fachbeiträgen dokumentiert. Besondere Beachtung fand sein Fachbeitrag „Leistungsmarketing kontra Preismarketing“, der von der EU 1996 mit dem Mittelstandspreis ausgezeichnet wurde.

Inhalt des Referates:

Seit Wilhelm Conrad Röntgen 1895 in Würzburg die nach ihm benannten unsichtbaren Strahlen entdeckt hat, versuchen Menschen, Menschen zu durchleuchten. Heute werden enorme Summen investiert um weitgehend überflüssige Daten über Kunden zu sammeln,sie zu archivieren und um sie nicht mehr zu benutzen.

Beispiel: Toms Briefkasten quillt, wie sein Mail-Account über. Der angehende Mediziner kann sich vor Werbung kaum retten. Tom ist ratlos. Woher, fragt er sich, wissen all die Firmen eigentlich, für welche Produkte er sich interessiert? Was Tom nicht weiß: Seine Lust an Gewinnspielen und die Teilnahme an so mancher Kundenbefragung sind der Grund für die unerwünschte Heimsuchung. Tom ist sauer.Er sieht sich durchleuchtet und entwickelt eine Aversion gegen alle,die ihn nerven.Tom will kein potentieller Kunde mehr sein….

Drei Thesen:

Menschen machen was sie wollen, Kunden erst recht.

Direkte Kundenbeziehungen sind Gold wert.
Kunden-Optimierungsprozesse unnötig teuer.

Wer intern nicht optimal ist, der hat nach außen schwache Argumente.

 

Visual-Marketing
Die ungebrochene Faszination der realen Welt


11:00 Uhr bis 11:45 Uhr





Prof. Michael Cesarz gilt als anerkannter Experte der Immobilien-wirtschaft, der seinen Fokus auf die ganzheitliche Wirtschaftlichkeit von Immobilien, die sinnvolle Nutzung erneuerbarer Energien sowie die Erhöhung der Energieeffizienz in Verbindung mit hochwertiger Architektur gelegt hat. Mehrfach wurde er dafür in den vergangenen Jahren international ausgezeichnet. Der 1960 in Duisburg geborene Architekt und Diplom-Ingenieur war von 2004 bis 2011 Vorsitzender der „METRO Group Asset Management“. Die internationale Immobiliengesellschaft der „METRO Group“ war eine der führenden Managementgesellschaften für Handelsimmobilien, verantwortlich für 700 Objekte in 33 Ländern.Begonnen hatte Prof. Michael Cesarz seine Karriere als selbstständiger Architekt und Diplom-Ingenieur mit mehreren Nieder- lasssungen in Deutschland und Russland. Es folgten Stationen als Mitglied der Geschäftsleitung der „Peek& Cloppenburg KG“ und als Baudirektor der „Kaufhof Warenhaus AG“. Im Rahmen seiner wissen-schaftlichen Arbeit, liest er an der Universität Leipzig zum Thema Stadtökonomie und hält Gastvorträge im In- und Ausland.

Inhalt des Referates:

Alles kann online gekauft werden!

Das neue Geschäftsmodell „Online-Handel“, sozusagen die „Amazonisierung“ des Handels, ist ohne Zweifel die neue Herausfor-derung für den traditionellen „stationären Einzelhandel“ in den Innen-städten aber auch den Shopping Centern.

Was aber bringt die Menschen so leicht dazu die reale Welt gegen eine Kopie derselben auszutauschen? Gegen jede Vernunft und Moral sind wir bereit unsere Bezahldaten in das Internet zu geben und honorieren sogar fragwürdige Arbeitsplatzbedingungen, nur um selbst bequem und billig „Sessel-Shopping“ zu betreiben.

Der stationäre Handel muss endlich den eigenen Vorteil des realen Einkauferlebnisses im Gegensatz zum möglicherweise vergänglichen Reiz des Neuenmit all seinen modernen Möglichkeiten aber auch mit dessen Grenzen verstehen und entsprechend handeln. Scheinbar unbegrenzte Investitionen in der virtuellen Welt können nur mit intelligenten Innovationen in den Läden vor Ort beantwortet werden es gilt, die Käufer von gestern wieder zurück zu gewinnen, es gibt nämlich keine anderen...


Wo also ist sie geblieben, die Faszination
der realen Welt?

Die Renaissance des Einzelhandels



12.05 Uhr bis 12.30 Uhr





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Michael Radomski hat mit simply.de und REWE Mobil einen der ersten großen Discount-Anbieter für Mobilfunk aufgebaut und mit seiner Social Media Agentur COMPASS HEADING GmbH u.a. 2012 den durch Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich verliehenen Preis Apps4Deutschland gewonnen. Als Vorstand der Schweizer CITYGUIDE AG war er maßgeblich an der Entwicklung übergreifender Prozesse zwischen Internet und Einzelhandel verantwortlich, darunter auch innovative Technologien, die er zum Patent angemeldet hat. Schon seit langem hält Radomski mit dem Leitsatz „Traffic ist die harte Währung des Internets“ gegen den Glauben an, dass neue Besucherströme online einfach und kostenlos zu erreichen sein.

Sein Fazit:

„Der Online Handel unterliegt denselben Gesetzen
wie der stationäre Handel“.

Für den Einzelhandel sieht er eine Renaissance heute können durch fortschreitende Transparenz und einfachere Zugänge auch klassische Einzelhändler das Internet als Vermarktungsplattform nutzen. Ihre lokale Stärke und Kompetenz gibt ihnen dabei die Möglichkeit, den Konsumenten abseits von Online-Händlern und große Filialketten neu für sich zu begeistern.

Inhalt des Referates:

Mobilität ist eine der Triebfedern der Menschheit – wer glaubt, dass der moderne Mensch bald nur noch zu Hause oder im Büro an seinem PC sitzt und dort via Amazon, Ebay und Zalando einkauft, liegt völig falsch.

„All Business is local!“ - das ist keine Plattitüde sondern Gesetz: Menschen wollen Informationen und Aktivität - also auch Einkaufen - dort, wo sie sich gerade aufhalten.

In 2013 werden in Deutschland 26 Millionen Smartphones verkauft – in der Masse sind dies praktisch voll ausgestattete Internet-PCs mit der sprichwörtlichen Flexibilität eines Schweizer Taschenmessers. Metergenaue Standortbestimmung, Barcode-Scanner, Bilderkennung, Identifizierungs- und Zahlungssysteme sowie Online-Zugang zu jed- weder Art von Datenbank und Sozialen Netzwerken ermöglichen Funktionen, die eine unvorstellbar mächtige Brücke zwischen Internet und stationären Händlern und Dienstleistern schaffen.

Lernen Sie die neuen Möglichkeiten des mobilen Internets für Ihr stationäres Geschäft kennen und erfahren Sie, welche Technologien in Zukunft Ihre Umsätze steigern können.

 

Human-Ressources:
Der Mensch bleibt der Maßstab aller Dinge


12:30 Uhr bis 13:00 Uhr

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Marc Klejbor ist seit über 20 Jahren erfolgreicher Unternehmer, Speaker und Lehrbeauftragter. In seiner „Klejbor's Entertainment Factory“ in Eschweiler beschäftigt er derzeit rund 140 Mitarbeiter. Dank seiner hohen Qualitätsstandards wurde das Unternehmen bereits Ende 2008 vom TÜV Rheinland nach DIN ISO 9001 zertifiziert - als weltweit erste Diskothek. 2010 folgte die Auszeichnung mit dem Ludwig-Erhard-Preis als bestes mittelständisches Unternehmen in Deutschland u.a. für innovative und wirksame Führungsmethoden. Als begeisterter Geschäftsmann und begeisternder Referent gelingt es ihm, in seinen Vorträgen, Seminaren und Workshops zugleich Herz, Seele, Geist und Verstand seiner Zuhörer anzusprechen und in die Welt seines jeweiligen Gegenübers einzutauchen – gleichgültig ob Unternehmer, Vorstand, Mitarbeiter, Azubi oder Schüler.

Seine Lebensvision:

Menschen glückliche Momente zu schenken undwertvolle Impulse zu geben.

Inhalt des Referates:

In den Märkten von heute sind fast alle Produkte und Dienstleistungen ähnlich und vergleichbar. Es gibt nicht unbedingt mehr das einzige Produkt, das dem Unternehmen unbegrenzt sicheren Ertrag beschert. Das einzige, das nicht kopiert werden kann, sind die Menschen, die im Unternehmen tätig sind – jeder Einzelne ist einzigartig!


Unsere Beziehungen miteinander und untereinander sind ebenfalls nicht kopierbar. Dies ist Ihre persönliche Chance als leidenschaftliche Führungskraft oder visionärer Unternehmer. Die Menschen wünschen sich Orientierung, Sicherheit und wollen zu etwas „Größerem“ dazu gehören. Es sollte Sinn machen, was der Einzelne in Zeiten von materiellem Überfluss und oft intellektueller Armut leistet. Schenken Sie Ihren Mitarbeitern, Ihren Kunden, Ihren Stakeholdern eine wirksame, nachhaltige Vision und Mission!

Einem großen Teil der Mitarbeiter ist nicht bewusst, was genau der Unternehmenszweck und sein persönlicher Anteil am Ganzen ist. Wer dies nicht kristallklar formulieren kann, läuft Gefahr, nicht sein volles Potential zur Verfügung zu stellen. Unbewusstsein und Unkonzen-triertheit führen nicht zu Top-Ergebnissen. Nehmen Sie Ihre Mitarbeiter von Anfang an mit auf die Reise!

 

Trendanalyse:
Hilfe, die Babyboomer kommen.
Oder: Wer das Geld hat, bestimmt die Musik.


14:00 Uhr bis 14:25 Uhr

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Neue Bilder vom Alter(n) zu verbreiten – diese Aufgabe stellt sich die Journalistin, Autorin und PR-Beraterin Susanne Schü̈bel mit der Initiative „ID55 – anders alt werden“. 2006 wurde sie für die Idee, der geburten starken Generation der Babyboomer Lust auf die gewonnenen Jahre in einer älter werdenden Gesellschaft zu machen, vom Land NRW mit dem „Dienstleistungspreis Ruhrgebiet“ ausgezeichnet. Heute steht ID55 für Information, Begegnung und Engagement in den besten Jahren.
Nach einem Studium der Anglistik und Germanistik arbeitete die gebürtige Wittenerin 16 Jahre als Lokalredakteurin, Reporterin und Leiterin der Ausbildungsredaktion bei der WESTDEUTSCHEN ALLGEMEINEN ZEITUNG in Essen. 1997 machte sie sich mit einer eigenen Presseagentur selbständig, in der sie Kunden aus Wirtschaft, Kultur und Verwaltung mit den Medien ins Gespräch bringt.

Inhalt
des Referates:

Alter findet Stadt! Die geburtenstarke Generation der Babyboomer bricht auf, die Gesellschaft noch einmal zu verändern. Geboren nach 1945 als erste Friedensgeneration und vor dem Pillenknick 1970 wissen sie, dass die Verhältnisse veränderbar sind. Geprägt von den Beatles und Bob Dylan, Alice Schwarzer und Petra Kelly, Willy Brandt und Steve Jobs, sind sie die am besten ausgebildete, finanziell abgesicherte und aufgeklärte Generation, die in Deutschland jemals graue Haare bekam. Die Babyboomer haben anders gelebt, geliebt, gelernt und gearbeitet als alle Generationen zuvor, nun wollen sie anders alt werden. Deshalb zieht es sie zurück in die Städte und Zentren. Dorthin, wo das Kino mit dem Fahrrad und der Bäcker zu Fuß erreichbar sind. Penthäuser sind schneller verkauft als der Makler „demografischer Wandel“ sagen kann. Babyboomer wissen Bescheid. Sie lesen, sie schauen fern, skypen, posten und twittern. Sie holen sich Appetit im Netz, aber sie kaufen am liebsten Bio auf dem Markt, ihr E-Bike im Fachhandel und die handgenähten Schuhe im Laden nebenan, wo die Beratung persönlich ist.
 
Mobilität, Wellness, Genuss, Komfort, Kultur und Kiez – wer sich hier klug positioniert, braucht auf Babyboomer nicht lange zu warten.
 
Aber Vorsicht! Wer mit „jungen Alten“ im Geschäft bleiben will, muss fair, transparent und auf Augenhöhe handeln.

 

Lokales Empfehlungsmarketing                            „All business is local“ –                                    provinziell anmutend, aber extrem nützlich“

 

14:25 Uhr bis 14:50 Uhr


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Andreas Köninger ist Vorstand und Mit-Gründer der Internet- und Multimedia-Agentur SinkaCom AG in Wiesbaden. Als RKW- Berater betreibt er Gründercoaching und Technologieberatung für kleine und mittlere Unternehmen. Sein Anspruch sind praxisnahe Konzepte und eine reibungslose, technische Umsetzung, welche die Marketing- und Vertriebsaufgaben seiner Kunden lösen. Nach einem Studium der Betriebswirtschaftslehre hat er als strategischer Mediaplaner bei Michael Conrad & Leo Burnett GmbH namhafte Unternehmen (u.a. Fiat) in der Kommunikations-Planung beraten. Sein Fachwissen gibt er als Referent des BIEG Hessen in zahlreichen Vorträgen weiter. Köninger verfügt über mehr als zwölf Jahre Erfahrung als Geschäftsführer in der Web-Entwicklung und der Online-Vermarktung.

Inhalt
des Referates:

Von Mund zu Mund zum Erfolg – das gute, alte Empfehlungsmarketing erlebt durch das Internet ein Comeback. Wir nutzen die digitale Welt nicht mehr nur, um Informationen zu finden, sondern es ist ein Ort geworden, an dem sich Menschen treffen, Erfahrungen austauschen und Kontakte knüpfen. Für lokale Händler heißt das automatisch, eine Erweiterung ihres Standortes in den virtuellen Raum.

Viele Spielregeln lassen sich jedoch aus der analogen Welt in die digitale übertragen. Und so gilt: „Zufriedene Kunden bringen neue Kunden“. Eine Weiterempfehlung im Netz wird jedoch von wesentlich mehr Empfängern wahrgenommen und kann wesentlich rasanter weiter verbreitet werden, als das früher der Fall war.

Über Smartphones lassen sich die regionalen Informationen, Meinungen und Kommentare ganz spontan auch von unterwegs abrufen, während man noch auf der Suche nach dem nächsten Ziel ist. Die Verknüpfung von Flyern, Anzeigen etc. mit Augmented Reality Inhalten auf dem Smartphone bringt eine regelrechte Verschmelzung der realen mit der digitalen Welt.

Die Devise des Referenten für den stationären Handel lautet, die digitale Revolution nicht als Bedrohung, sondern als Chance wahrzunehmen!

Kontur gewinnen für Markterfolge:
Was Urban-Convenience-Stores von ländlichen Dorfläden lernen können

14:50 Uhr bis 15:15 Uhr



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Prof. Dr. Julia Naskrent absolvierte ihr Studium der BWL mit dem Schwerpunkt Handelsmarketing an der European Business School in Oestrich-Winkel, an der INCAE Business School in Costa Rica und der Graziado School of Business and Management an der Pepperdine University in Kalifornien. Anschließend promovierte sie im Rahmen ihrer Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Marketing an der Universität in Siegen. Sie ist Professorin für Marketing an der FOM Hochschule. Sie lehrt schwerpunktmäßig an den Standorten Siegen, Köln und Dortmund.
 
 
Co-Referentin: Christine Lauber

Nach ihrer sehr gut abgeschlossenen Ausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau legte Christine Lauber erfolgreich die Prüfung der IHK zur Fachkauffrau für Marketing ab und absolvierte von 2009-2013 das berufsbegleitende Bachelor-Studium an der FOM mit Schwerpunkt Marketing. Die Referentin kann neben diesen Weiterbildungen auf 10 Jahre Berufserfahrung zurückblicken und ist seit 2005 verantwortliche Produktmanagerin in einem mittelständischen Unternehmen.

Inhalt
des Referates:

Auf dem Dorf ist die Zeit stehen geblieben? Von wegen!
Zwar fällt es nicht allen Dorfläden leicht, gegen den Online-Handel und den etwas entfernten Shopping-Centern auf der grünen Wiese zu konkurrieren, aber einige operieren mehr als erfolgreich am Markt. Die Referentinnen wollten deshalb mit Hilfe einer qualitativ empirischen Untersuchung herausfinden, was die Erfolgsfaktoren von Dorfläden sind.

Die Studie zeigt, dass man mit einem durchdachten Positionierungskonzept auch Kunden langfristig begeistern kann – auch wenn das Ladenlokal nur wenige Quadratmeter groß ist.

Die Erkenntnisse liefern eine wertvolle Hilfestellung für kleine (Lebensmittel-) Geschäfte in Großstädten, die in Nebenstraßen – oftmals nur wenige Meter entfernt von großen Filialisten – unsicher sind, wie der ungleiche Kampf zu gewinnen sei.

 

Präsenz vor Ort
Strategie-Tipps für den stationären Handel zur
erfolgreichen Positionierung gegen Onliner

 

15:35 Uhr bis 16:00 Uhr


Jörg Lehnerdt ist Leiter der Niederlassung Köln der BBE Handelsberatung. Nach dem BWL-Studium hat er seit mehr als 20 Jahren bundesweit öffentliche und private Auftraggeber zu Standortfragen des Einzelhandels beraten. Für viele kontrovers diskutierte Planvorhaben mit großflächigem Einzelhandel konnte er als Gutachter die Entscheidungs-findung unterstützen und tragfähige Lösungsvorschläge entwickeln. Das Ruhrgebiet als Einkaufsstandort kennt er aus der Beratung von Kommunen, Investoren und Handelsunternehmen. Mit den Industrie- und Handelskammern des Ruhrgebiets erarbeitet er jährlich den „Handelsreport Ruhr“.

Inhalt
des Referates:

Obwohl der Markt insgesamt nicht mehr wächst, verschärft sich der Wettbewerb im deutschen Einzelhandel durch mehr Verkaufsflächen und immer neue Player weiter. War es früher nur die großflächige, preisaggressive Konkurrenz auf der Grünen Wiese, sind es heute die gut vernetzten und mit dem SmartPhone „bewaffneten“ Kunden, die dem traditionellen Facheinzelhandel in den Innenstädten das Leben immer schwerer machen. Informationen über Preise, Qualitäten und Verfügbarkeit von Produkten sind kein Herrschaftswissen mehr. Der stationäre Handel muss immer mehr bieten, um sich wirksam zu profilieren. Auch wenn der Online-Boom scheinbar ungebremst ist und Marktanteile „ins Netz“ abzuwandern scheinen, gibt es eine erfolgreiche Zukunft für Einkaufserlebnisse außerhalb des Internets.
 
Die Begegnung mit anderen Menschen, begeisternde Servicequalität und die anregende Atmosphäre attraktiver Innenstädte sind auch für die Generation SmartPhone ein starkes Motiv bei der Wahl des Einkaufsziels.

Der Referent möchte an ausgewählten Beispielen einen Eindruck davon vermitteln, wie die Gewinner der schönen neuen Shopping-Welt aussehen könnten und welche Standorte in der Metropolregion Ruhr auch in Zukunft gefragt sein werden.


Price.Place.Promotion.People. Wettbewerbsfähig durch optimierte Erfolgsvariablen
und Betriebskosten-Controlling

16:00 Uhr bis 16:25 Uhr


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Thomas Rupp hat sich als versierter Praktiker und Kenner der Retailbranche als Dienstleister auf das Management von Handels-immobilien spezialisiert. Der Betriebswirt (BA) arbeitete bis 2012 als Direktor Real Estate und Mitglied der Geschäftsführung des Büroaus-statters Staples und war zuvor zehn Jahre in verschiedenen Funktionen des deutschen Einzelhandels tätig. Sein frisch gegründetes Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen ADH betreut das Management von Handelsimmobilien von der Mieterseite. Namhafte Handelsketten der Textil-, Healthcare- und Nahrungsmittelbranche gehören zu den Kunden der ersten Stunde. Spezialgebiet ist das externe Betriebskostencontrolling. ADH betreute Einzelhändler gewinnen aber auch durch das stationäre Flächen- und Expansionsmanagement Kostenvorteile. Leistungen wie die Wirtschaftlichkeitsbewertung von Standorten und die ausgelagerte Kommunikation zu Mietern und Vermietern, erlaubt es Kunden, sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren.

Inhalt des Referates:

Die Multioptions-Ära setzt das stationäre Retailing unter Druck: steigende Steuern, immer komplexere Pflichten sowie zunehmende Energie- und Betriebskosten lassen Ausgaben explodieren. Dabei zieht die Online-Konkurrenz Kunden ab und lässt die Margen schwinden. Wie lässt sich für die Stationären dennoch Spielraum beim Pricing gewinnen?

„P,P,P und nochmals P“, heißt die Formel für die Konkurrenzfähigkeit des Einzelhandels.

Offenkundige Nachteile der „Stationären“ gegenüber dem Onlinehandel lassen sich reduzieren, davon ist der Referent und Startup-Gründer überzeugt. Gerade in Zeiten explodierender Energiekosten und immer komplexerer Auflagen spielt das Controlling von Mietnebenkosten eine wesentliche Rolle. Thomas Rupp verrät, wie durch optimierte Betriebskosten ein verbesserter Spielraum für die ertragsorientierte Preisgestaltung geschaffen werden kann.

 

Empfehlungsmarketing:
Die Macht von Mund-zu-Mund-Marketing
und der sozialen Netzwerke

 


16:25 Uhr bis 16:50 Uhr

Prof. Dr. Andreas Kaapke ist Professor für Handelsmanagement und Handelsmarketing an der Dualen Hochschule Stuttgart im Studienzentrum Handel und Distribution. Zuvor war Kaapke von August 1996 bis Ende Juni 2010 Geschäftsführer des Instituts für Handelsforschung an der Universität Köln (lfH) und der dort angesiedelten Wirtschaftstochter Institut für Handelsforschung GmbH. Er war und ist an zahlreichen Hochschulen und Akademien als Dozent bzw. Lehrbeauftragter tätig. Darüber hinaus hielt er in den letzten Jahren rund 800 Vorträge, schrieb mehrere Bücher und über 150 Fachbeiträge in Büchern und Fachzeitschriften und war Projektleiter von bislang weit über 150 Großprojekten rund um das Thema Handel. Er ist Experte für Themen des Marketing, der Demografie, der Kundenbindung, der Distribution und des Mittelstands.

Inhalt
des Referates:

Die Märkte sind heute gekennzeichnet durch einen harten Ver- drängungswettbewerb: Jedes Produkt wird zum Verwechseln ähnlich von mehreren Herstellern gleichzeitig und in verschiedenen Verkaufs-kanälen angeboten. Gleichzeitig werden die Verbraucher tagtäglich mit einer unüberschaubaren Flut an Informationen konfrontiert.

Die Konsequenz:
Für den Käufer ist es praktisch unmöglich geworden, sich (mit einem vertretbaren Zeitaufwand) einen klaren Überblick über das Marktan- gebot zu verschaffen. Generell gilt: Je unsicherer der potentielle Käufer ist – sei es, weil er keinen Marktüberblick besitzt, den Nutzen eines Produktes nicht erkennen kann oder weil die Investition hohe Folgekosten nach sich zieht – desto wichtiger ist eine Empfehlung durch eine Person, der er vertraut.

Jedes Unternehmen sollte daher heute aktiv positives Mund-zu -Mund -Marketing bzw. Empfehlungen stimulieren. Die Maßnahmen hierzu sind vielfältig. Als grundlegende Prämisse kann aber postuliert werden: Konsumenten sprechen dann positiv über Produkte bzw. Leistungen und empfehlen sie weiter, wenn ihre Erwartungen übertroffen werden.


Moderierte Publikumsdiskussion mit den Referenten


 

16:50 Uhr bis 17:50 Uhr

Dipl.-Kommunikationswirtin Bettina Feldgen startete 1990 als Journalistin und Moderatorin beim NDR. Als Leiterin Marketing und Unternehmens-kommunikation folgten Stationen im Gruner + Jahr Verlag und der METRO Group, u.a. bei der Real SB-Warenhaus GmbH und der Immobilientochter des Konzerns, wo sie u.a. auch für die Themen „Energie und Nachhal- tigkeit“ kommunikativ verantwortlich war. Mit ihrem Beratungsunternehmen CORCOMM unterstützt sie heute Unternehmen in allen Fragen der Öffentlichkeitsarbeit.

Ziel der Publikumsdiskussion:
ChorForum hält als ehemalige Kirche dafür einen besonders bemerkenswerten Ort für diesen Dialog bereit:
Rund um den tonnenschweren ehemaligen Altar werden die Referenten die Vielfalt möglicher Fragen sachkundig beantworten, souverän von Bettina Feldgen koordiniert.